Klangpraxis BonneBalance

In ländlicher Umgebung in Nordhessen aufgewachsen, war mir die Musik von Kind an ein wertvoller Begleiter. Ganz selbstverständlich war damals, in den fünfziger Jahren, das Singen in unseren familiären und schulischen Alltag integriert und bereicherte besonders auch die Fest- und Feiertage.

Schon früh erhielt ich qualifizierten Klavierunterricht in der nächstgelegenen Kreisstadt Melsungen, in der Jugendzeit kam das Cello hinzu, viele Jahre sang ich in verschiedenen Chören mit. Als besonders beglückend habe ich die beeindruckenden Aufführungen in großartig klingenden Kirchen und Kathedralen in Erinnerung — erlebnisreiche Konzertreisen ermöglichten mir in dieser Jugendzeit ein horizonterweiterndes Heraustreten aus der Enge meiner damaligen Lebenswelt.

Das Lehramtsstudium (Germanistik, Politik, Pädagogik an der Philipps-Universität Marburg) ließ diese musikalische Linie zunächst etwas in den Hintergrund treten — ich wollte mir die Musik als freies Betätigungsfeld erhalten und nicht den Zwängen etwa einer Musiklehrerlaufbahn unterwerfen.

Neben dem Studium suchte ich mir immer wieder Chöre und Instrumentalensembles, um meinen musikalischen Ambitionen Raum zu geben. Wichtige Impulse erhielt ich dann von der Begegnung mit der Waldorfpädagogik, von der noch während des Studiums aufgenommenen Tätigkeit als Klavier-Korrepetitorin im Eurhythmieunterricht und bei Konzerten und Schulaufführungen, vor allem dann von meiner zusätzlichen Ausbildung zur Musiklehrerin an Waldorfschulen, die ich im Anschluss an das in Hamburg abgelegte Zweite Staatsexamen für das Lehramt an Gymnasien in Stuttgart absolvierte, sowie von meiner darauf folgenden Unterrichtstätigkeit an der Kasseler Freien Waldorfschule.

Persönliche Gründe führten mich 1984 wieder nach Marburg. Die eigene Familie mit schließlich fünf Kindern (geb. zwischen1984 und 1991) ließ mich auch in musikalischer Hinsicht manches an Kreativität und Initiative entwickeln. Neben dem Singen und Musizieren im häuslichen Bereich nahm ich auch meine Korrepetitionstätigkeit an der hiesigen Waldorfschule wieder auf und begann zusätzlich mit dem Erteilen von Klavierunterricht.

Ein besonderes Anliegen war und ist mir die Verbindung zwischen verschiedenen künstlerischen Ausdrucksformen — zwischen Wort und Musik, Malerei und Musik, Bewegung und Musik — und so habe ich immer wieder mit anderen Künstlerinnen und Künstlern gemeinsame Projekte erarbeitet und gestaltet.

Nachdem ich mich durch die Teilnahme an verschiedenen Fortbildungen und Workshops mit weiteren Tätigkeitsfeldern vertraut gemacht habe (etwa im Bereich Körperarbeit, Coaching, Rhythmuspädagogik; klangtherapeutische Ausbildung) und da ich zudem seit Anfang 2009 an einer intensiven, zweieinhalbjährigen berufsbegleitenden Weiterbildung zur Stimm- und Gesangstherapeutin teilnehme (bei Carien Wijnen, Berlin, Institut für ganzheitliche Stimmarbeit und Gesangstherapie), machte ich mich im Mai 2009 offiziell selbständig mit meinem Unternehmen „BonneBalance — KlangPraxis“, um meine verschiedenen Tätigkeitsfelder um das verbindende Zentrum KLANG herum neu zu begründen.